Das Ladinische, auch Dolomitenladinisch genannt, ist eine romanische Sprache, die im Norden Italiens gesprochen wird.
Schwachstelle des Ladinischen ist, dass der schriftliche Gebrauch im Alltag sehr gering ist, weshalb sich beim Normalverbraucher auch kein Schriftbild einprägt.
Die parallele oder abwechselnde Verwendung mehrerer Idiome verstärkt das visuelle Chaos.
Somit bleibt als Kriterium für die Rechtschreibung doch vor allem das eigene Gehör, und das entscheidet bei jedem ein bisschen anders.
Und die Mehrheit der Ladiner entscheidet sich immer noch dafür, dem ganzen Problem einfach aus dem Weg zu gehen, indem sie ihre Muttersprache nicht schreiben.
Nach der Meinung einiger Forscher besteht eine enge Verwandtschaft des Dolomitenladinischen mit dem in Gebieten Graubündens gesprochenen Romanischen und mit dem Furlanischen.
Die Zusammenfassung dieser drei Sprachen unter dem Oberbegriff Rätoromanische Sprachen ist umstritten.
Mit seinen ungefähr 30.000 Muttersprachlern gehört das Ladinische neben Färöisch, Samisch und Bündnerromanisch zu den kleinsten Sprachen Europas.
Die Ladiner zählen zu den von der Europäischen Union anerkannten sprachlichen Minderheiten der EU und sollten deshalb in den Genuss des europäischen Minderheitenschutzes, insbesondere der Europäischen Charta der regionalen oder Minderheitensprachen von 1991 kommen, die insbesondere die "Förderung von Minderheitensprachen in Schulen, in der Verwaltung, vor Gericht und in den Medien" vorsieht.
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