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Navajo

Die Sprache der Navajo unterscheidet sich gänzlich von anderen europäischen oder asiatischen Sprachen.

Navajo, auch Navaho, ist eine Na-Dené-Sprache der athapaskischen Sprachfamilie, und gehört darin zur Gruppe der Apachensprachen.

Es wird im Südwesten der Vereinigten Staaten, hauptsächlich in Arizona, New Mexico, Utah, Colorado, Chihuahua und Sonora, von den Diné gesprochen.
Das Navajo hat ca. 150.000 Muttersprachler, und die Zahl steigt sogar.

Damit ist Navajo die größte indigene amerikanische Sprache nördlich der Grenze zwischen den USA und Mexiko und hat von allen „Indianersprachen“ Nordamerikas am ehesten Aussicht, auf Dauer zu überleben.

Navajo ist für den Nicht-Muttersprachler derart komplex, dass die US-Streitkräfte im Zweiten Weltkrieg im Pazifik mit großem Erfolg Diné als Übermittler von Botschaften ( „Windtalkers“) einsetzen konnten.

Man muss erwähnen, dass auch die Sprachen anderer Stämme durchaus diese Eigenschaft hatten - nur wurden diese Stämme schon von z.B. deutschen Forschern erkundet, was es dem Gegner ermöglicht hätte, erste Erkenntnisse der Sprache bei der Entschlüsselung des Codes zu nutzen.

Das Volk der Navajo hingegen war bis dato noch nicht weiter erkundet worden.

Die Sprache der Navajo entzog sich aufgrund ihrer Komplexität allen logisch-mathematisch arbeitenden Dechiffrierungsansätzen, mit denen es beispielsweise Polen und Engländern gelungen war, den deutschen ENIGMA-Code zu brechen.

Darüber hinaus war diese Art der Codierung der konventionellen chiffrierten Kommunikation weitaus überlegen, da sie wesentlich schneller und einfacher - weil über direkten Sprachkontakt - funktionierte.

Weiterhin wirkte sich positiv aus, dass die Navajo keine Schrift kannten.

Sämtliches Wissen gaben sie mündlich weiter, woraus sie sehr gute Merkleistungen entwickelten; für einen Navajo war es kein Problem, das Code Dictionary auswendig zu lernen.

Einen weiteren Vorteil hatte dieser Umstand, dass aufgrund fehlender schriftlicher Quellen eine Analyse der Sprache durch Gegner immens erschwert wurde - wie sollte man einen Code knacken, von dem man keine Aufzeichnungen hat?

Allerdings führten erst direkte Vergleichstests zwischen konventioneller Chiffrierung und der Navajo-Technik zur Akzeptanz dieser Methode bei den US-Streitkräften.

Dadurch entfielen die Notwendigkeit zum Vorhalten von immer wieder aktualisierungsbedürftigen und geheim zu haltenden Codebüchern sowie maschineller Aufwand.

Erst 1968 endete die Geheimhaltungspflicht dieser Verschlüsselungsmethode und seit 1982 wird jeweils der 14. August als Nationaler Navajo-Codesprecher-Tag
Die Japaner waren übrigens nach eigenen Aussagen außerstande, diesen „Code“ zu brechen - ganz im Gegensatz zu dem vorher benutzten Luftwaffencode der US-Air-Force.


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