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Ryukyu

Im 15. Jahrhundert gelang dem aus Sashiki im Süden stammenden König Sho Hashi die Einigung der drei Königreiche zu einem einheitlichen Kulturbereich.

Dies war die Gründung der 1. Sho-Dynastie, dem ersten Königreich von Ryukyu.

Die einzige wirklich belegte Verwandtschaft besteht zu den auf den Ryukyusprachen-Inseln gesprochenen Ryukyusprachen.

Zudem wurden auffallend große Ähnlichkeiten zur koreanischen Sprache nachgewiesen.

Somit sind die Ryukyusprachen eine Untergruppe der Japanisch-Ryukyu-Sprachen und werden (s.o.) auf den zu Japan gehörenden Ryukyu-Inseln gesprochen.

(In Japan existiert eine Vielzahl von Dialekten, die gesprochen werden. Die Dialekte in Japan unterscheiden sich hauptsächlich durch die Betonung, Benutzung unterschiedlicher Wörter und Grammatik)

Die Ryukyusprachen bilden zusammen mit der Japanischen Sprache die Japanisch-Ryukyu-Sprachfamilie.

Japanisch und die Ryukyusprachen haben sich zwischen dem 3. und 6. nachchristlichen Jahrhundert getrennt und anschließend weitgehend unabhängig voneinander entwickelt (die weitere genealogische Zugehörigkeit der Ryukyuisch-Japanischen Sprachfamilie ist ungeklärt).

Durch die Verbreitung der japanischen Standardsprache nach der Meiji-Restauration und der anschließenden Annexion des Königreichs Ryukyu durch Japan sind heute alle Ryukyusprachen vom Aussterben bedroht.

Zwar ist ihre Sprecherzahl mit einer Million angegeben, der Wahrheitsgehalt in Anbetracht des heutigen Verwendungsgrades ist jedoch höchst fragwürdig.

Während die Angehörigen der älteren Generation sie meist fließend neben Japanisch beherrschen, sprechen die Jüngeren (deren größter Teil aufs Festland in die Großstädte zieht und somit ihren "Dialekt" nicht benötigt) meist nur noch Japanisch und haben allenfalls passive Kenntnisse in den Ryukyusprachen.

In den letzten zehn Jahren sind allerdings Bewegungen entstanden, die sich für ihre Revitalisierung einsetzen.

Diese Bewegungen erfahren allerdings zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Unterstützung durch den japanischen Staat und die Präfekturverwaltungen von Okinawa und Kagoshima. Die Zukunft der Ryukyusprachen ist daher ungewiss.


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