Das Tibetische gehört zu den tibeto-birmanischen Sprachen Asiens.
Es wird von ca. 6 Millionen Tibetern gesprochen, wovon die meisten in Tibet leben.
Daneben gibt es etwa 130.000 Tibeter im Exil, hauptsächlich in Nepal, Indien und Bhutan.
Gemessen an der Größe des Gebietes, in dem Tibetisch gesprochen wird, ist die Sprache erstaunlicherweise relativ einheitlich geblieben.
Die Sprache wird mit dem tibetischen Alphabet geschrieben, das aus dem Devanagari abgeleitet ist.
Tibetisch verfügt über drei Stilebenen: die Umgangssprache Phal-skad, die höfliche gesprochene Sprache She-sa, die vor allem in Lhasa benutzt wird, und die religiöse Sprache Chos-skad, in welcher die klassischen Schriften verfasst sind.
Im Gegensatz zu den meisten anderen Sprachen der Region (Nepal, Indien und Bhutan) werden Adjektive den Nomen nachgestellt, eine Erscheinung, die sich sonst eher in semitischen und afrikanischen Sprachen findet.
Auch Zahlen werden dem gezählten Substantiv nachgestellt.
Die tibetische Schrift wurde im 7. Jahrhundert n.Chr. von den Indern entlehnt und von Tonmi-Sambhoda, auf Befehl des tibetischen Königs Srong btsan sgam po, der tibetischen Sprache angepasst.
Der ältere Duktus derselben, Utšen (Utsen), hat sich in den heiligen Schriften treu erhalten, er ist den Formen der Gupta-Inschriften ähnlich.
Später entstand ein kursiver Charakter, Umin, und eine noch flüchtigere Schrift, Khyugayi.
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