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Volapük

Volapük, zu Deutsch "Weltsprache" (aus Engl. world und speak), ist eine 1879 von dem Pastor Johann Martin Schleyer erdachte und veröffentlichte Plansprache.

Volapük sollte es als erster Plansprache (es gab ja schon seit dem Mittelalter plansprachliche Überlegungen) gelingen, große Verbreitung zu finden.

Sie gilt unter vielen Linguisten als Wegbereiter für weitere Plansprachprojekte - allen voran Esperanto.

Volapük ist eine gemischte Aposteriori-Plansprache, die 1879 bzw. 1880 von dem aus Oberlauda (heute Stadtteil von Lauda-Königshofen) stammenden Pfarrer und späteren Prälaten Johann Martin Schleyer aus Litzelstetten (heute Stadtteil von Konstanz) geschaffen und vorgestellt wurde.

Die ersten Versuche, Volapük der Öffentlichkeit zu präsentieren, finden sich in der von Schleyer herausgegebenen "Sionsharfe", Monatsblätter für katholische Poesie.

Zuerst (März 1879) gab Schleyer darin Proben seines Weltalphabets.

Mit der Zeit erwies sich Volapük als zu schwer erlernbar, um sich dauerhaft durchsetzen zu können. Der Wortschatz wurde zwar verschiedenen europäischen Sprachen entnommen, allerdings wurden die einzelnen Wörter z. T. so stark verändert, dass sie kaum noch einen Wiedererkennungswert hatten.

Eine weitere Bürde für die Entstehung eines lebendigen Volapük war, dass Schleyer versuchte, die Kontrolle über seine Sprache zu behalten und die Volapük-Akademie autokratisch zu beherrschen und behielt sich beispielsweise als "Datuval" (= "Großer Erfinder") die Einführung neuer Vokabeln und ein absolutes Vetorecht vor.

Volapük hat nur noch etwa 25 Sprecher, aber eine Wikipedia mit über 100 000 Artikeln.


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