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Vorwort

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Eine gute Übersetzung ist mehr als nur der einfache Transfer von Textelementen aus der Ausgangs- in die Zielsprache.
Sie ist ein vollendetes Kunstwerk, das die ideale Symbiose von Kunst und handwerklichem Geschick verkörpert, und ihre Präzision ist ein Zeichen von Respekt, der der Sprache und der Zielgruppe entgegengebracht wird.

Eine gelungene Übersetzung reproduziert nicht strikt den Ausgangstext, sondern stellt im Grund selbst einen originären Text dar - nur mit dem Inhalt und Sinn des Ausgangstextes. Die Übersetzung muss für die entsprechende Zielgruppe leicht verständlich sein, natürlich klingen und lebendig wirken.

Das Ziel ist es, dem Leser¹ den Eindruck zu vermitteln, dass ihm eine Arbeit vorliegt, die ausschließlich in seiner eigenen Sprache, der Zielsprache, verfasst wurde. Der Text muss so übersetzt werden, dass die Sprache des Lesers ihm selbst als das Kommunikationsmittel, das Mittel zur Informationsübertragung, erscheint.

Insgesamt gesehen muss die Übersetzung die gleiche Wirkung auf Leser der Zielsprache ausüben wie die Originalvorlage auf Leser der Ausgangssprache.

Deshalb ist es notwendig, dass der Übersetzer ein Muttersprachler der Zielsprache ist und zusätzlich die Ausgangssprache sehr gut beherrscht.
Um eine gute Übersetzung zu erstellen, muss er nicht nur gleichermaßen mit der Grammatik seiner Muttersprache und der der Ausgangssprache vertraut sein, sondern er muss auch ein umfassendes Fachwissen im jeweiligen Sachgebiet aufweisen. Darüber hinaus muss der Übersetzer ein gutes Fingerspitzengefühl hinsichtlich sozialer, kultureller und emotionaler Feinheiten des Ausgangstextes haben.

Während des Übersetzungsvorgangs muss der Übersetzer im Zweifelsfall alle kulturellen und linguistischen Unterschiede – einschließlich derer, die sich aus den neuesten linguistischen Entwicklungen ergeben haben – zwischen zwei Sprachen herausarbeiten und sie anschließend so übersetzen, dass sie inhaltlich und fachlich korrekt sowie stilistisch treffend sind.
Merkmale wie vergängliche Modewörter, regionale Gegensätze und sogar bestimmte linguistische Tabus müssen in einer Übersetzung berücksichtigt werden.

In diesem Leitfaden werden Gesichtspunkte erörtert, die relevant sind, um die Probleme, mit denen der Übersetzer konfrontiert wird, zu verstehen und es werden einige Lösungsvorschläge für den Umgang mit diesen Problemen skizziert.
Wenn Sie einen besseren Einblick in die tägliche Arbeit eines Übersetzers und in die ihm gegenüberstehenden Probleme gewinnen wollen, ist es empfehlenswert, diesen Leitfaden sorgfältig zu lesen.

¹) Anmerkung: Der Einfachheit halber werden hier durchgehend die maskulinen Formen verwendet; es versteht sich jedoch von selbst, dass damit beide Geschlechter gemeint sind.